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Tacho-Manipulation

Jeder Zehnte zeigt zu wenig Kilometer. Tacho-Manipulation kann Gebrauchtwagenkäufer Tausende Euro kosten. Nicht nur in Deutschland.

Tacho-Manipulation hat in Malta Konjunktur. Foto: SP-X

Bei rund jedem zehnten Gebrauchtwagen in Deutschland könnte der Tacho manipuliert sein. Das hat der Fahrzeuganalysen-Anbieter Carly durch die Auswertung von Nutzerdaten ermittelt. Die Bundesrepublik zählt damit zu den europäischen Ländern mit der niedrigsten Manipulations-Quote. Auf ähnliche Werte kommen unter anderem Polen, Großbritannien und die skandinavischen Länder. Spitzenreiter beim Laufleistungs-Betrug ist Malta, wo bei 44 Prozent der Gebrauchten am Tacho geschraubt wurde. Hoch ist das Risiko auch in Bulgarien mit 42 Prozent.  

Der Kilometerstand zählt zu den wichtigsten Kennzahlen für den Restwert eines Fahrzeugs - mit weniger Kilometern auf dem Tacho lässt sich der Preis auf dem Gebrauchtwagenmarkt schnell um einige tausend Euro hochschrauben. Einige Experten vermuten noch deutlich höhere Manipulations-Quoten als sie die Carly-Statistik zeigt.